12.11.2015

Drehereien

Der am häufigsten bearbeitete Werkstoff in der modernen und automatisierten Dreherei ist neben dem Aluminium vor allen Dingen das Metall als solches. Die traditionelle handwerkliche Fertigung von Drehteilen entwickelte sich im Zeitalter der industriellen Revolution eher unbemerkt. Seit dem vorigen Jahrhundert waren neben Edelstahl auch Kunststoffe als Werkstücke verbreitet. Gefertigt werden heute überwiegend technische Ausrüstungen und Seriendrehteile, Normteile und Lager.
Einen Aufschwung erlebt die Dreherei seit der Einführung der Computersteuerung, weil nun kunstvoll gedrehte, filigrane Werkstücke mit gleichbleibend hoher Präzision angefertigt werden können. Im Zuge der steigenden technischen Anforderungen an die Genauigkeit wurden die Verfahren und Werkzeuge der Automatendreherei immer stärker präzisiert und verfeinert.
Maschinelle Drehbearbeitung ist heute höchste Präzisionsarbeit; von Bestückungsrobotern wird das Werkstück in die Maschine eingeführt und nach der Bearbeitung aus dieser entnommen, die Drehwerkzeuge werden automatisch aus einem Magazin gewechselt. Das Schneidwerkzeug wird dann an das um seine eigene Achse rotierende Werkstück herangeführt; für das Einhalten der Maße sind das genaue Messen und das für die Erzeugung der gewünschten Form erforderliche hartmetallbestückte Werkzeug entscheidend. In der heutigen Zeit ist das manuelle Drehen auf der klassischen Drehbank kaum noch verbreitet. In ihrer Ausführungsart zeigen sich jedoch kaum Unterschiede, mit Hilfe der modernen Technik können auch sehr harte Werkstoffe wie Hartmetalle oder gehärtete Metalle hochgenau bearbeitet werden.
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