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Infos zum "Guardamar-Trail"

Trailreiten in Spanien

Infos zum „Guardamar-Trail“ (ohne Koffer packen) durch die Vega Baja im südlichen Teil der Costa Blanca – geplanter Trailverlauf.

Anreise und Einstieg in dieses Reitprogramm sind im Prinzip jeden Tag möglich.
„Ohne Koffer packen“ – die Trailreiter kommen jeden Tag nach der Trailetappe wieder zurück auf unseren Reiterhof per Autotransfer und haben ihre Zimmer auf dem Hof und bekommen dort auch Frühstück und Abendessen. Die Pferde stehen während des Trails nachts entweder auf einem spanischen Reiterhof, oder auf unserer anderen Finca im Landesinneren. Täglicher Transfer zu den Pferden und wieder zurück zum Reiterhof per Auto.
1. Tag: Ankunft auf unserem Reiterhof „El Refugio“ -reitfrei
Heute haben wir genügend Zeit, uns auf dem Hof umzusehen, die Pferde und auch all die anderen Tiere kennenzulernen, und eventuell noch einen Abstecher zu Fuß zum Strand zu machen, oder einfach dazusitzen, zu entspannen, und einen Sonnenuntergang zu genießen.
2. Tag: mehrstündiger Eingewöhnungsritt (ca. 3 – 4 Std. Reitzeit) im Naturpark von La Mata an der blauen Lagune mit Einkehr in eine Bar
Nach dem Frühstück geht es los. Gegen 10.00 Uhr starten wir mit dem Eingewöhnungs­ritt. Wir lernen unseren vierbeinigen Trailgefährten kennen und machen uns mit ihm und der Reitweise vertraut.
Wir reiten über sandige, ebene Wege am Schilf der blauen Lagune entlang, windschiefe Eukalyptusbäume säumen unseren Weg. Weiter führt uns unser Weg an Weinfeldern vorbei und auf steinigen Pfaden durch die Pinien eine kleine Anhöhe hinauf, wo wir einen tollen Blick über die blaue Lagune auf der einen Seite, über das Mittelmeer auf der anderen Seite und auf die Berge im Hinterland haben. Und je nach Jahreszeit – natürlich am Besten im Frühjahr – blühen die verschiedensten Pflanzen einschließlich seltener Orchideen und Kräuter.
Die beiden Lagunen von Torrevieja und La Mata wurden im Jahr 1994 zum Naturschutz­gebiet erklärt und gehören mit 3.700 Hektar Größe zu den wichtigsten Feucht­gebieten Europas; mit außergewöhnlichem Klima und ebensolcher Flora sowie den unterschied­lichsten Tierarten, die genau dieses Klima bevorzugen.
Vögel besonderer Art, z.B. rosaweiße Flamingos, seltene Entenarten, Wiedehopfe und Säbelschnäbler, Adler und schwarzfüßige Kiebitze, kann man beobachten; und andere Tiere wie Reptilien, Echsen, Schlangen und auch Amphibien, die sich nach dem Regen zeigen, wie der normale Frosch und die Kröte. Kaninchen, Hasen und Wieselfuchs sagen sich hier „Buenas Noches“. Winzige Salinenkrebse bevölkern milliardenfach die Lagunen. Diese Millimeter kleinen, rot gefärbten Kiemenfüßler der zoologischen Art „Artemia salina“ sind unter Anderem die Nahrung der Flamingos und anderer Vögel.
Nach einer Reitzeit von ca. 1 ½ bis 2 Std. machen wir eine Pause. Wir binden die Pferde an Bäumen im Naturpark an und laufen ca. 2 Min. zu einer Bar, um dort etwas zu essen und zu trinken.
Nach der Pause geht es wieder zurück zum Hof, den wir gegen 14.30/15.00 Uhr erreichen. Die Pferde werden versorgt und danach hat man den Rest des Tages zur freien Verfügung.
Die freie Zeit kann auf verschiedenste Weise genutzt werden, entweder für einen Spaziergang zu Fuß zum Strand oder einfach zum Relaxen bei uns auf dem Hof. Mit Mietwagen besteht die Möglichkeit, die nähere und weitere Umgebung zu erkunden.
Alle – also Hausgäste, Reiterführer sowie Chef und Chefin – treffen sich dann wieder zum gemeinsamen Abendessen und lassen den Tag gemütlich ausklingen.
3. Tag: Start zum 5-tägigen Guardamartrail
Nach dem Frühstück – wieder gegen 10.00 Uhr – machen wir die Pferde fertig und reiten los. Ca. 2 ½ Std. zuerst an der blauen Lagune entlang und dann weiter zur roten Lagune, dem einzigen pinkfarbenen See in Westeuropa. Durch eine besondere Spezies von Bakterien ist das Wasser dieser Lagune rosa bis pink. In der Ferne sehen wir die Salzberge von Torrevieja glitzern. Die Salzgewinnung besitzt in der Hafenstadt Torrevieja eine weit zurückreichende Tradition. Den großen Aufschwung hatte die Salzproduktion im 19. Jahrhundert, zu dieser Zeit wurde von hier aus auch Kuba mit Salz versorgt. Als Gegenleistung kamen Zigaretten und der Rum nach Torrevieja. Rund 680.000 Tonnen Salz werden hier jährlich produziert. Damit hat Torrevieja europaweit eine führende Rolle in der Meersalzerzeugung.
Unsere Mittagspause verbringen wir im Gartencenter in Los Montesinos bei Joaquim und seiner Frau. Die Pferde stehen hier unter Oliven- und Gummibäumen im Schatten gut versorgt mit Heu und Wasser. Wir lassen es uns natürlich auch schmecken. Es gibt frischen Salat, eine Platte Serranoschinken und Käse oder im Winter auch eine leckere arabische Suppe.
Nach dem Essen gibt es für die, die möchten, einen Mojito, den man ruhig als den besten der Region bezeichnen kann.
Gestärkt geht es weiter durch weitläufige Plantagen. Die Vega Baja wird auch der „Gemüsegarten Spaniens“ genannt. Apfelsinen, Mandarinen, Zitronen und Artischocken sind die vier führenden land­wirtschaftlichen Produkte, die auch in andere europäische Länder exportiert werden. Hinzu kommen unter Anderem auch noch Tomaten, Brokkoli, Salat, Mandeln und Oliven. In der Winterzeit hat man die Möglichkeit, Orangen und Zitronen direkt vom Baum zu pflücken.
Nach ca. 2 – 2 ½ Std. Reitzeit Ankunft in Lo Rufete. Einem spanischen Reitstall dem heutigen Nachtquartier unserer Pferde. Pferde versorgen und in die Boxen bringen und zurück geht es mit dem Auto zum Reiterhof El Refugio.
Wir Trailreiter können im Anschluss unsere freie Zeit bis zum Abendessen nutzen und beispielsweise zum Strand gehen und ein erfrischendes Bad im Meer nehmen oder einfach bei uns auf dem Hof den anderen Reitgästen beim Reiten zuschauen und und und …
4. Tag: 2. Trailtag von Lo Rufete am Stausee entlang weiter landeinwärts zu unserer Finca La Dehesa – Mittagspause im Dorf Torremendo in einer spanischen Bar
Nach dem Frühstück gegen 10.00 Uhr laden wir Sättel, Trensen und Satteltaschen aufs Auto und es geht los zu den Pferden (Transferzeit ca. 20/30 min.). Wir holen die Pferde aus den Boxen, putzen, satteln und trensen sie und los geht’s.
Unser Weg führt uns am Stausee „Embalse La Pedrera“ entlang, der mit seiner türkisblauen Farbe ein beeindruckendes Farbenspiel und einen starken Kontrast zur Umgebung bietet, die nahezu einer wüsten­artigen Mondlandschaft gleicht. Hier am Stausee gibt es gute Galoppstrecken – nicht immer nur geradeaus, sondern auch links und rechts den Kurven am Ufer des Stausees folgend. Querfeldein geht es weiter Richtung Torremendo.
Die Pferde lassen wir in einem Paddock von einem befreundeten Spanier stehen.
Wir gehen zu Fuss ca. 2 – 5 min. ins Dorf zum Tapas Essen in eine spanische Bar.
Nach der Pause geht es weiter am Stausee entlang. Am Horizont sehen wir den scharf gezackten Grat der Sierra de Orihuela und andere Berge in der Ferne.
Weiter querfeldein geht es durch Mandelhaine und Ginsterbüsche vorbei an alten verlassenen Fincas. Je nach Jahreszeit duftet es würzig nach Thymian und Rosmarin oder unvergleichlich süß nach Apfelsinenblüten. Wir reiten durch riesengroße Mandelbaumplantagen. Ende Januar/ Anfang Februar verwandelt sich die Landschaft hier in ein fantastisches weiß-rosa Blütenmeer.
Am späten Nachmittag erreichen wir unsere Außenstelle Finca „La Dehesa“, dem heutigen Nachtquartier der Pferde. Diesmal stehen die Pferde draußen auf Paddocks, Futter und Wasser ist schon gerichtet und der Transfer für uns Trailreiter steht bereit. Mit dem Auto geht es im Anschluss wieder zurück zum Hof.
5. Tag:  3. Trailtag – grosser Rundritt weiter landeinwärts zu Cañada de San Pedro
In den „Wilden Westen der Costa Blanca“
Nach dem Frühstück Autotransfer zu den Pferden. Heute geht es weiter landeinwärts mit Abstecher in die Provinz Murcia.
Am Fuße der Sierra Escalona reiten wir querfeldein rauf und runter durch Pinienhaine und alte Olivenplantagen und weiter durch tausende hektargroße Orangen-, Zitronen- und Granatapfelplantagen in eine große Rambla (einen trockenen Fluss). Der sandige Boden und die während Jahrtausenden vom Wasser ins Gestein gegrabenen Aushöhlungen und bizarren Sandstein­formationen erinnern stark an den Wilden Westen der USA. Das Skelett eines größeren Tieres, vielleicht eines Schafs oder einer Ziege, verstärken das Bild. Jetzt fehlen nur noch Cowboys und Indianer, die plötzlich hinter einem Hügel auftauchen könnten. Oder kreisende Geier am Horizont. Doch dann – zur Mittagszeit – hat sie uns wieder, die Zivilisation.
Wir pausieren in einer kleinen Ortschaft mit einer einzigen Bar im Gemeindehaus. Dort binden wir die Pferde an die Bäume und bekommen typisch spanische Hausmannskost.
Nach der Pause geht es zurück in die Wilde Costa Blanca. Weiter die Rambla entlang und wir reiten in einen kleinen „Gran Canyon“ hinein. Zurück geht es über alte Viehtriebswege über einen Höhenweg mit toller Aussicht auf die ganze Gegend.
Am späten Nachmittag/Abend kommen wir wieder zu unserer Finca La Dehesa zurück. Nach dem Versorgen der Pferde gelangen wir mit dem Auto zurück zum Hof, wo die anderen Gäste hoffentlich etwas vom Abendessen für uns übrig gelassen haben. Denn diese Reitetappe kann manchmal sehr lang sein im Vergleich zu den anderen Trailetappen, bis zu 6 – 6 ½ Std. Reitzeit mit Mittagspause von 1 – 1 ½ Std.
6. Tag:  4. Trailtag – wir klettern auf steinigen Pfaden und alten Viehtriebswegen durch die Sierra Escalona und geniessen die traumhafte Aussicht auf das Mittelmeer und die hohen Berge weiter im Landesinneren.
Wieder geht es nach dem Frühstück los per Auto zu den Pferden. Querfeldein geht es hoch in die Sierra Escalona mit einer für den Mittelmeerbereich charakteristischen Vegetation. Pinienwälder, Maccias und Kulturpflanzen wie Johannisbrot- und Olivenbäume.
Im Dickicht der Pinien wachsen Zistrosen, Fächerpalmen und natürlich Thymian und Rosmarin. Wenn wir Glück haben, sehen wir Adler oder auch Uhus. Dachse und sogar Ginsterkatzen sollen hier leben. Diesmal haben wir in unseren Satteltaschen alles dabei für ein zünftiges Picknick und suchen uns zur Mittagszeit ein gemütliches Plätzchen. Weiter geht es die Hügel hinauf und hinunter. In der Ferne im Süden sehen wir Mar Menor, eine Salzwasserlagune und Europas grösstes salzhaltiges Binnengewässer, vom Mittelmeer abgetrennt durch eine 24 km lange Landzunge.
Durch grosse Zitronen- und Orangen­plantagen geht es wieder zum Lo Rufete, wo die Pferde auch die 1. Nacht des Trails verbracht haben. Alles ist schon vorbereitet. Wir brauchen die Pferde nur zu versorgen und auf geht’s mit dem Auto nach Hause. Dann – je nach Jahreszeit – haben die Trailreiter meistens noch genug Zeit, um im Meer schwimmen zu gehen oder das zu tun, worauf sie gerade Lust und Laune haben.
7. Tag:  5. Trailtag von Lo Rufete geht es wieder zurück zum Reiterhof El Refugio
Ein letztes Mal werden wir hoch zu den Pferden gefahren. Es wird gesattelt und getrenst und auf zur letzten Reitetappe des Trails.
Auf unserem Weg hinunter Richtung El Refugio geniessen wir die schöne Aussicht auf die beiden Lagunen und das Mittelmeer. Je nach Jahreszeit pflücken wir uns Feigen, Orangen oder Granatäpfel frisch vom Baum.
Mittagspause wieder im Gartencenter in Los Montesinos bei Joaquim und seiner Frau oder manchmal auch Picknick in der alten Dorfschule bei der La Marquesa.
Nach der Pause geht es zügig nach Hause. Die Wege an der roten Lagune und auch an unserer blauen Lagune durchs Schilf sind ideal für lange ausgedehnte Galoppaden.
Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück im El Refugio und werden von den anderen Pferden und sonstigen tierischen Mit­bewohnern freudig begrüsst. Jetzt heisst es ein letztes Mal Pferde versorgen und Abschied nehmen von unseren vierbeinigen Trailgefährten. Beim Abendessen den ganzen Ritt nochmal Revue passieren lassen.
8. Tag:  Abreise – reitfrei
***
Reitzeit bei den Reitetappen ca. 4 – 5 Stunden
Eine Trailetappe kann etwas länger dauern – Reitzeit 6 – 6½ Std.
Mittagspausen meistens 1 – 1½ Std.
Transferzeit mit dem Auto zu den Pferden oder zurück zum Hof ca. 20-30 min.
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Der oben beschriebene Trailverlauf ist der geplante Verlauf.
Witterungsbedingt oder durch sonstige unvorhersehbare Ereignisse kann es aber zur Änderung des Programmverlaufs oder erforderlichenfalls auch zur Änderung des Reitprogrammes kommen.
Bei diesem 5-Tagestrail besteht – je nach Jahreszeit – die Möglichkeit, einen Strandritt einzubauen.
Dafür müssen sich jedoch alle Mitreiter einig sein, dass sie das möchten.
Wenn sich alle Mitreiter dafür entscheiden, wird an einem Tag des Trails eine Trailetappe verkürzt, und ohne Pause geritten (Reitzeit ca. 1½ – 2 Std.). Mittagessen gibt es dann auf der Autofahrt hinunter zum El Refugio, oder es wird ein Mittagessen bei uns auf dem Reiterhof vorbereitet. Am Nachmittag oder Abend geht es vom El Refugio los zum Strandritt – natürlich mit anderen Pferden als den Trailpferden. Dauer des Strandrittes ca. 1½ Std.
GANZ WICHTIG!
Erforderliche reiterliche Kenntnisse für die Teilnahme am Trail:
Sie müssen sicher in allen drei Grund­gangarten (Schritt, Trab und Galopp) reiten können, und auch ihr Pferd im Galopp sicher unter Kontrolle halten können, und selbstständig im Gelände auf- und absteigen können.
Körperliche Fitness und Kondition für mehrere Stunden im Sattel sind zwingend erforderlich.